Die Fluenz (Energiedichte)

Je nach eingestellter Pulsdauer und Wellenlänge wird der entscheidende Effekt durch die Variation der Energiedichte erreicht: Der Haarfollikel wird mindestens 1 ms lang auf eine Temperatur von 70°C gebracht.

Bei einer zu hohen Energieleistung sind die Gefahren unerwünschter, leichter Verbrennungen zu hoch; bei einem zu niedrigen Energieniveau wird der Haarfollikel nicht endgültig zerstört sondern nur beschädigt. Eine mögliche Folge solch einer teilweisen Beschädigung kann das Nachwachsen von wolligem, weißem Haar (dem so genannten Vellushaar) sein, das zwar einerseits seine Farbe durch die Zerstörung des Pigments Melanin, andererseits jedoch nicht seine Fähigkeit nachzuwachsen, verloren hat.
Weiterhin kann durch ein zu niedriges Energieniveau der Wachstumszyklus der Haare synchronisiert werden, was ein noch stärkeres Haarwachstum zur Folge haben kann. Durch diese Synchronisation kommen dann mehr Haare gleichzeitig in die anagene Wachstumsphase als zuvor.

Nicht zuletzt hängt die Wahl der richtigen Energieeinstellung auch von der Körperreaktion und dem subjektiven Schmerzempfinden des Patienten ab.
Diese Voreinstellungen übernimmt das IPL-System der Epilux automatisch und minimiert so das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen.

Aber das Schmerzrisiko kann auch reduziert werden, indem die Anzahl der Chromophoren außerhalb des unmittelbaren Ziels verringert wird. Dies ist zum Beispiel schon dann der Fall, wenn der Patient, wie empfohlen, in den 30 Tagen vor einer IPL-Behandlung nicht mehr in ein Solarium geht oder sich ungeschützt und lange in der Sonne aufhält.
Eine weitere Verringerung der Chromophoren im Zielgebiet wird durch das feste Aufdrücken des Applikators auf die Haut erzielt (Herausdrücken des Hämoglobins, s.o.).