IPL Haarentfernung

Die IPL-Systeme der 2. Generation (IPL2) – wie das Epilux-System – setzen auf die Technologie der Dual-Mode-Filterung. Bei der IPL Haarentfernung werden sowohl links als auch rechts der selektiv ausgesendeten Bandbreite Filter eingesetzt. Der Filter auf der linken Seite des Spektrums unterdrückt alle Wellenlängen unterhalb von 555 nm, 600 nm oder 645 nm Wellenlänge, je nach Anwendung. Auf der rechten Seite des Spektrums werden die längeren Wellenlängen im Bereich über 950 nm herausgefiltert, indem das Licht durch Wasser geleitet wird, bevor es die Hautoberfläche erreicht.

Die Filterung durch Wasser geschieht durch Kühlwasser, das permanent in einem Kreislauf um die Blitzlichtlampe und die Filter im Handstück des Epilux-Systems zirkuliert.

IPL Haarentfernung mittels Square Pulse

Der Erfolg einer IPL Haarentfernung mittels Photothermolyse hängt von der optimalen Abstimmung von drei Parametern: der Wellenlänge, der Pulsdauer und der Energiedichte.

Ein weiterer Faktor ist die technische Herausforderung, die Aussendung des Lichtimpulses möglichst nahe an den Verlauf einer Idealkurve heran zu führen. Der Idealverlauf eines solchen Impulses besteht in einer Rechteck-Kurve.

Bei einem Rechteck-Impuls (square pulse) wird über die gesamte Impulsdauer dieselbe Energie abgegeben. Davor und danach fällt die abgestrahlte Energie sofort auf Null ab.

Die IPL Haarentfernung in Berlin mit dem Epilux kommt dank ihrer ausgefeilten Technik diesem Vorbild sehr nahe.

Diese Annäherung an den optimalen Rechteck-Impuls hat vor allem für den Patienten Vorteile:

Die Haut reagiert sehr empfindlich auf Temperaturimpulse. Bereits ein Wärmeimpuls von länger als 2 ms (Millisekunden) erhitzt die Epidermis proportional zur abgegebenen Intensität. Wenn mit einem Rechteck-Impuls gearbeitet wird, so ist die eingesetzte Energiedichte konstant und kann auf einen Minimalwert gesenkt werden. So können Nebenwirkungen durch zu starke Erhitzung vermieden werden. Wenn ein Impuls jedoch nicht rechteckig sondern langsam ansteigend ist, muss er länger andauern, bis er die Maximalenergie erreicht hat; ebenso dauert die Energieeinwirkung bei einem langsamen „Abglühen“ der Lampe weiter an. Die Folge ist eine stärkere Erhitzung der Haut mit entsprechenden Nebenwirkungen.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass ein Lichtimpuls während der Anglühphase sein Spektrum verändert. Wir kennen diesen Effekt von Kunstlicht: Je dunkler eine Kunstlichtquelle leuchtet, desto „wärmer“ erscheint ihr Licht (Dimmer-Effekt). Ein anschwellender Impuls variiert also seinen Spektralbereich und macht eine genaue Filterung der für die Behandlung effektiven Wellenlängen unmöglich. Wieder werden Licht und Wärme in den „falschen“ Spektralbereichen abgestrahlt und mindern den Behandlungserfolg zur dauerhaften Entfernung der Körperbehaarung.

Ohne den Dual-Filtering-Mode der Epilux-Systeme wirkt die von preiswerteren Systemen eingesetzte IPL-Energie zu lange und zu ungenau. Ohne Filterung führt dieser “Dimmer-Effekt” des An- und Abglühens zu einem höheren Anteil niedriger Wellenlängen. Diese Wellenlängen können nicht so tief in die Haut eindringen und zwingen wiederum zu einer höheren Energiekonzentration.

IPl und die Erzeugung eines Square Pulses

Prinzipiell sind es zwei Komponenten, die die technischen Voraussetzungen für eine größtmögliche Annäherung an diesen Ideal-Puls schaffen:

1. ein ausreichend groß bemessener Kapazitätsspeicher für den Energieaufbau und
2. ein in seiner Schnelligkeit optimierter An/Aus-Schalter für die plötzliche Entladung der gespeicherten Energie.

Ohne weiter in die technischen Details zu gehen, kann man feststellen, dass die IPL Haarentfernung mittels der Epilux-Technologie diese beiden Komponenten in jahrelanger Forschungsarbeit optimiert hat. Mit Hilfe modernster Bauteile und einer permanenten Weiterentwicklung des Systems gelingt es, den für den Behandlungserfolg nötigen Square Pulse fast 100%ig zu erzeugen.

Der eigentliche IPL-Behandlungsablauf

Vor dem Einsatz des IPL-Lichtblitzes muss immer ausreichend optisches Kontaktgel auf die Zielregion aufgetragen werden. Die Lichtführung des Handapparates sollte immer senkrecht zur Hautoberfläche gesetzt werden. Dadurch werden die Menge an Lichtenergie, die auf die Hautoberfläche trifft, maximiert und gleichzeitig die Gefahr von Reflektion und Streuung minimiert. Außerdem verhindert diese Art der Lichtführung das Risiko, dass unbehandelte Hautstreifen auf dem Zielgebiet verbleiben.

Beim Kontaktgel kommt es auf die richtige Menge an. Es darf sich nicht an den Seiten des lichtführenden Handgerätes sammeln, um eine ungewollte Streuung der Lichtenergie zu vermeiden.
Um schlimmsten Fall könnte das überschüssige Gel an den Seiten dazu führen, dass dem Patienten durch die unterschiedliche Streuung des Lichts nach der Behandlung “Zebrastreifen” auf der Haut bleiben.

Das Handstück (Applikator) des IPL-Systems sollte fest auf die Hautoberfläche gedrückt werden, bevor der Lichtblitz ausgelöst wird. Hierdurch wird kurzzeitig im beblitzten Zielgebiet das Blut aus den Kapillaren gedrückt und hierdurch verhindert, dass die Lichtenergie vom Hämoglobin des Blutes absorbiert wird; dies wäre ein unerwünschter Effekt, da die ganze Lichtenergie ja vom Pigment Melanin absorbiert und in Wärme transferiert werden soll. Gleichzeitig verringert das feste Aufdrücken den Abstand zwischen Hautoberfläche und Haarfollikel und ermöglicht es dem Gerät, somit auch jene Haarfollikel zu erreichen, die am tiefsten in der Haut liegen.

Der Applikator wird nach jedem Blitz so weiter geführt, dass der nächste Blitz etwa 10% der vorherigen Fläche überlappt. Hierbei wird das Handstück angehoben und nicht einfach nur weitergeschoben. Dies verhindert einerseits, dass sich Kontaktgel vermehrt an den Seiten des Applikators ansammelt und ermöglicht es andererseits, das Handstück genau überlappend aufzusetzen, da der Abdruck des letzten Aufsetzens kurz danach noch deutlich auf der Haut sichtbar sein sollte.

Dieselbe Stelle des Zielgebiets sollte niemals zweimal unmittelbar
hintereinander behandelt werden, da es so zu ungewollten Überreaktionen der Haut und des Gewebes kommen kann. Sollte die erneute Beblitzung einer Stelle notwendig sein, so empfiehlt sich eine Pause von mindestens einer Minute zwischen zwei Beblitzungen.
Direkt nach der Behandlung
Nach dem Ende der Beblitzungen des Zielgebiets wird das Kontaktgel sorgfältig entfernt und die Haut mit einem weichen Tuch getrocknet.
Es ist wichtig zu wissen und dem Patienten während des Informationsgespräches oder auch während der Behandlung mitzuteilen, dass sich die Haare bei der Photothermolyse mittels IPL nach der Behandlung immer noch in den Haarfollikeln befinden. Scheinbar hat sich also gar nichts getan.

Anders als bei der Laserepliation, bei der die Haare aus den Follikeln getrieben werden und leicht herausplatzen können, sitzen sie nach der IPL-Behandlung noch scheinbar fest in den Follikeln.
Wenn man das Haar jedoch leicht und schmerzlos mit einer Pinzette aus dem Follikel ziehen kann, wird dem Patienten die Wirksamkeit der Behandlung sehr anschaulich vorgeführt.

Um die Haarfollikel kann sich nach der Behandlung ein leichtes Erythem (Rötung) bilden, das jedoch schon nach wenigen Tagen wieder abklingt. Hier hilft eine Kühlkompresse oder ein kaltes, feuchtes Tuch auf der Haut. Mitunter schwillt die Haut des behandelten Zielgebiets auch leicht an (Ödem). Auch diese Schwellung verschwindet nach kurzer Zeit wieder von selbst.

Es beschleunigt den Regenerationsprozess nach der Behandlung und hat sich als sinnvoll erwiesen, einige Wochen nach der Behandlung direktes Sonnenlicht und exzessives Sonnenbaden zu vermeiden. Je länger die Haut vor Sonnenlicht geschützt wird, desto geringer ist das Risiko von Hypo- oder Hyperpigmentierung.

Zwischen den einzelnen Behandlungen muss eine gewisse Zeit vergehen, um den Haaren des Zielgebiets die Möglichkeit zu geben, in die anagene Wachstumsphase zu wechseln. Je länger die telogene Phase (Ruhezeit) der Haare des Zielbereichs dauert, desto länger sollte auch der zeitliche
Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen sein.

Anzahl der Behandlungen

Um ein wirklich befriedigendes und dauerhaftes Ergebnis bei der Haarentfernung erzielen zu können, haben sich etwa 5 – 6 Behandlungen als eine vernünftige Anzahl bewährt. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht, denn sowohl der Erfolg als auch die Anzahl der nötigen Behandlungen sind abhängig vom Hauttyp, Pigmentierung, Haardicke, Haarwachstumszyklus, Lage der Haarfollikel und weiteren Faktoren.
Auch die Erfahrung des behandelnden Personals und die Kenntnis der technologischen Besonderheiten des IPL-Systems beeinflussen das Behandlungsergebnis.

Der Patient sollte bereits im Vorfeld ausreichend informiert und vor zu hohen Erwartungen an den Behandlungserfolg bewahrt werden. Das Epilux-System arbeitet mit der sichersten und modernsten Technologie und ermöglicht beim richtigen Einsatz durch erfahrenes Personal optimale Ergebnisse. Wer jedoch davon träumt, bereits nach einer Behandlung komplett haarlos zu sein und zu bleiben, der wurde nicht richtig informiert.

Daher ist es auch eine gute und anschauliche Methode, das Zielgebiet vor und nach der Behandlung zu fotografieren, um dem Patienten die Wirksamkeit der Behandlung sichtbar machen zu können.

F: Was muss vor einer IPL Haarentfernung beachtet werden?

A: Zur Vorbereitung ist es hilfreich, wenn der Patient seine Haut etwa einen Monat vor der IPL Haarentfernung nicht mehr durch Solariumsbesuche oder ausgedehnte Sonnenbäder zusätzlich bräunt; denn der die bei der Behandlung entstehende Wärme leitende Farbstoff Melanin befindet sich sowohl im Haar als auch in der Haut. Bei einer sonnengebräunten Haut wird die Behandlung schmerzhafter als bei einer blassen Haut.
Vor der Behandlung sollten im Zielgebiet (die Körperregion, die enthaart werden soll) vom Patienten weder Enthaarungscremes eingesetzt noch die Region selbst rasiert werden. Ohne Haare wird der Behandlungserfolg der IPL-Methode ausbleiben, denn nur das Melanin in den Haaren leitet die Wärme-Energie an den Haarfollikel weiter.

F: Was muss nach einer IPL Haarentfernung beachtet werden?

Nach einer Behandlungssitzung sollte die Haut auch für ein bis zwei Monate nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Nach einer IPL Haarentfernung kann es in seltenen Fällen zu einer Hypo- bzw. Hyperpigmentierung, also zu einem verstärkten Ausblassen oder Nachdunkeln der behandelten Körperregionen kommen. Dieser seltene Effekt klingt jedoch nach wenigen Wochen von selbst wieder ab.

F: Gibt es Nebenwirkungen bei einer IPL Haarentfernung?

A: Es gibt eigentlich keine ärztliche Behandlung ohne irgendwelche Nebenwirkungen. In den allermeisten Fällen sind es jedoch nur kleine Unannehmlichkeiten, die nach kurzer Zeit wieder von selbst verschwinden. So auch nach einer Haarentfernung mit IPL. Unmittelbar nach der Behandlung bildet sich häufig um die behandelte Zone ein leichtes Erythem (Rötung).
Manchmal entstehen auch kleine Bläschen oder leichte Schwellungen (Ödeme). All diese natürlichen Hautreaktionen klingen jedoch schon nach wenigen Stunden bis einigen Tagen nach der Behandlung von selbst ab. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass nach einer IPL-Behandlung deutlich weniger Nebenwirkungen auftreten als nach einer Epilation mit gewöhnlichem Laserlicht (Laserepilation) oder anderen mechanischen Techniken der Haarentfernung.

F: Muss man nach einer IPL-Haarentfernung Medikamente einnehmen?

A: Nach der Haarentfernung mit IPL ist keine Einnahme von Medikamenten nötig. Allerdings kann der Patient den Behandlungserfolg nachhaltig selbst unterstützen, indem er in den folgenden Wochen direkte Sonnenstrahlung auf den behandelten Zonen meidet. Das Auftragen einer schonenden, antiseptischen Salbe (z.B. 1% Chlorhexidin) kann für einige Tage empfehlenswert sein, um eine Entzündung der behandelten Körperregion zu verhindern und die möglichen Hautreaktionen zu lindern.

Nadelepilation

Tipp: Sugaring in Berlin

Tipp: Waxing in Berlin